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Windenergienutzung

Seit Jahrhunderten wird die Windenergie vom Menschen für seine Zwecke genutzt: Zum einen zur Fortbewegung mit Ballons oder Segelschiffen, zum anderen zur Verrichtung mechanischer Arbeit z. B. mittels Windmühlen bzw. Windrädern. Windenergie ist die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Atmosphäre. Sie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und zählt deshalb zu den erneuerbaren Energien.

Heute sind in Deutschland On- und Offshore mehr als 26.774 Windenergieanlagen in Betrieb (Stand 07/2016); die installierte Leistung betrug Ende 2015 rd. 44,9 GW. In Hessen fanden sich Ende 2015 886 Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 1.386,5 MW.

Laut einer Studie des Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) zum Potenzial der Windenergienutzung, kann bei einer Bereitstellung von 2 % der Landfläche bis zu 65 % des derzeitigen Stromverbrauchs in Deutschland aus Windenergienutzung an Land gedeckt werden.

Die Bundesregierung hat in ihrem Energiekonzept für Deutschland das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2050 rd. 80 % der Endenergie im Strom und Wärmebereich aus regenerativer Energien bereitzustellen.

Das Land Hessen beabsichtigt, den Ergebnissen des Hessischen Energiegipfels in 2011 folgend, Windvorrangflächen in der Größenordnung von 2 % der Landesfläche auszuweisen. Der bei optimaler Nutzung dieser Vorrangflächen mögliche Beitrag der Windkraft ist in den Beratungen des Hessischen Energiegipfels mit 28 Terrawattstunden/Jahr veranschlagt worden.

Mit diesem Beitrag der Windenergie wäre im Bundesland Hessen bis zum Jahr 2050 eine Energiebereitstellung zu 100 % auf Basis regenerativer Energien vorstellbar.